Rovat: Deutschsprachige Medien - Artikel und Kommentare
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Tragödie für Europa als Ganzes - Trianon - ZUR ZEIT
Orbans Spiel mit dem Feuer - NEUE ZÜRCHER ZEITUNG
Provokationen zum Amtsantritt - TAGESZEITUNG
Ungarn legt sich mit Nachbarn an - TAGESZEITUNG
Mitteilung der Sympathisanten der ungarischen Jobbik Partei an die Medien Europas und der Welt
Glückwunsch der NPD zum großen Wahlerfolg in Ungarn
"Jobbik" (Die Besseren) zog mit 16,7 Prozent erstmals ins Parlament ein - PHOENIX
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Ungarn: Rechtsradikalen-Führer tritt bei Wahlen an - DIE PRESSE
Fidesz in Ungarn: "Die Zeit ist reif, Magyaren!" DIE PRESSE
Ungarn steht vor einem grossen Rechtsruck - TAGES-ANZEIGER, SCHWEIZ
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Was versteckt sich hinter Eurogendfor mit EU-Besetzungsrecht? - Zeit-Fragen
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Offener Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel - zum Paneuropäischen Picknick
Nachbeben von Trianon (Die Welt - Krisztina Koenen)
Schicksalsstein der Habsburger (Süddeutsche Zeitung)
Sehr geehrter Herr Odehnal - Brief an den Korrespondenten des Tagblatts (Schweiz)
Keine Brücken nach Komarno (Die Welt)
Ungarns Präsident auf der Donaubrücke (Der Spiegel)
Sehr geehrten Herr Eisenhut - Brief an den Chefredakteur des Tagesanzeigers (Schweiz)
Zigeuner Kriminalitat in Ungarn 1993-2009
Sprachstreit zwischen Slowakei und Ungarn -Ö1 Mittagsjournal
Der ungarische Staat existiert nicht mehr - Péter Nádas im Kölner-Stadt-Anzeiger
Triumph der Provokateure - Der Spiegel
Neonazis in Ungarn und die NPD - Süddeutsche Zeitung
Brief an die Redaktion der Tagesschau im Schweizer Fernsehen
Brief an die Medien im allgemeinen, betr. ihre Berichterstattung über Ungarn (etwas ironisch gemeint)
Verzerrte Berichterstattung - Lügen - in der deutschsprachigen Presse
Diskriminierung der Ungarn in der Slovakei (Kárpáti Harsona)
Unter der Fahne der Faschisten (Christian Schmidt-Häuer in Die Zeit)
A fasiszták zászlaja alatt?
DIE ZEIT: Unter der Fahne der Faschisten - itt a válasz

Tragödie für Europa als Ganzes - Trianon - ZUR ZEIT
2010.06.23, 13:16                    Tartalomjegyzékhez               Egyszerű

ZUR ZEIT

Wochenzeitung für Österreich
Nr. 24/2010

(18.–24. Juni 2010)

http://zurzeit.at/index.php?id=1011

Tragödie für Europa als Ganzes

Jobbik-Vorsitzender Gábor Vona über die Folgen des Friedensdiktates von Trianon und die Lage der ungarischen Minderheiten in den Nachbarländern

Herr Vona, vor 90 Jahren wurde der Vertrag von Trianon unterzeichnet. Welche Folgen hat er für das heutige Ungarn?

Gábor Vona: Lassen Sie mich zuerst die Terminologie in dieser sensiblen Angelegenheit klarstellen: Nach meiner Auffassung ist ein Vertrag immer das Ergebnis von Verhandlungen. Was aber nach dem Ersten Weltkrieg im Schloß Trianon in Versailles geschehen ist, war ein Diktat, mit dem die Feinde Ungarns das Schicksal unseres Landes auf Grundlage von Lügen, gefälschten Zahlen und falschen Berichten beschlossen haben. Mitteleuropa – und damit besonders tragisch auch das ungarische Königreich – wurde zerstückelt von einer Koalition kurzsichtiger Supermächte sowie einer Gruppe gieriger, berechnender und frustrierter Staaten, die unter der Bezeichnung Kleine Entente bekannt ist.

Für die Ungarn ist Trianon das Synonym für den Versuch, das ungarische Volk zu liquidieren. Der Verlust strategisch, kulturell und wirtschaftlich wichtiger Gebiete und seiner Bewohner führte zu einem demographischen, kulturellen und wirtschaftlichen Verlust, den unser Land sogar heute noch spürt – ganz zu schweigen von dem psychologisch-geistigen Schaden, den Trianon unserem kollektiven Selbstbewußtsein zugefügt hat.

Aber Trianon war nicht nur eine ungarische Tragödie, sondern eine Tragödie für Europa als Ganzes. Denn Trianon und die anderen Friedensdiktate destabilisierten Mittel- und Osteuropa und waren die Ursache für eine Reihe von nach wie vor ungelösten Konflikten in der Region. Sowohl der gewaltsame Zerfall Jugoslawiens als auch die friedliche Teilung der Tschechoslowakei unterstreichen Unsinnigkeit Trianons.

Ungarn hat mehr als zwei Drittel seines Staatsgebietes verloren, und mehr als drei Millionen Ungarn kamen unter die Herrschaft von Nachbarstaaten. Wie sehr hat diese nationale Tragödie die Mentalität der Ungarn verändert?

Vona: Unmittelbar nach der Tragödie von Trianon, in der christlich-konservativen Ära von Admiral Miklós Horthy, ist Ungarn ein extrem schnelle Konsolidierung gelungen. Die Horthy-Ära machte positive Energien für die Nation frei: in sehr kurzer Zeit schaffte es Ungarn, seine Infrastruktur, Industrie, Armee und Polizeikräfte wieder aufzubauen, es begründete eine erfolgreiche Wirtschaft mit einer der stabilsten Währungen in Europa, es hatte ein starkes und wettbewerbsfähiges Bildungssystem und ein blühendes Kulturleben. Unter Horthy hatte Ungarn eine starke und beeindruckende nationale Elite, die das Ziel der Revision des ungerechten Friedensdiktates von Trianon verfolgte und die bereit war, die ethnischen Minderheiten jenseits der Grenzen durch harte Diplomatie und nötigenfalls auch militärisch zu verteidigen. Das erklärte Ziel, die Nation wiederzuvereinigen, konnte teilweise erreicht werden. Aber seit damals haben wir keine nationale Elite mehr. In den fünf Jahrzehnten des Kommunismus´ hatten wir eine internationalistische, und heute haben wir eine globalistische Elite, und keine von beiden war fähig und willens, die nationalen Interessen zu vertreten. Und diese Eliten hatten die schlimmsten Auswirkungen auf die Mentalität des ungarischen Volkes.

Das kürzlich vom Parlament beschlossene Gesetz über die Doppelstaatsbürgerschaft hat zu Spannungen mit der Slowakei geführt. Verstehen Sie die Kritik aus der Slowakei?

Vona: Nein. Aber ich glaube nicht, daß in diesem bestimmten Fall fehlendes Verstehen das Problem ist. Denn die Slowakei verhält sich wie ein frustrierter Teenager, der auf seinen 20. Geburtstag zugeht, an Minderwertigkeitskomplexen leidet und gegenüber einem Gesetz überreagiert, das vollkommen mit dem Völkerrecht, den Menschenrechtskonventionen und den Prinzipien des Europarates übereinstimmt. Letztes Wochenende fanden in der Slowakei Wahlen statt, und wie Sie wissen, ist anti-ungarische Rhetorik immer noch der größte Stimmenbringer im slowakischen Wahlkampf. Kein Wunder, daß es sich keine einzige slowakische Partei leisten konnte, nicht in den anti-ungarischen Chor einzustimmen…

Mehr als seine halbe Million ethnische Ungarn leben in der Slowakei, wo letztes Jahr ein sogenanntes Gesetz zum Schutz der slowakischen Sprache beschlossen wurde. Inwieweit diskriminiert dieses Gesetz die Ungarn und können Sie und etwas über die Lage der ungarischen Minderheit in der Slowakei berichten?

Vona: Das slowakische Sprachgesetz bestimmt grundsätzlich, daß die Bürger in allem amtlichen Angelegenheiten nur die slowakische Sprache verwenden dürfen, und ein Bruch dieses Gesetzes führt zu hohen Strafen, die vom Staat eingehoben werden. Weil die Ungarn die einzig nennenswerte Minderheit in der Slowakei sind, ist klar, daß sich dieses Gesetz gegen ethnische Ungarn richtet. Dieses Gesetz ist völlig in einer Linie mit der fortlaufenden anti-ungarischen Rhetorik und der Gesetzgebungspraxis der slowakischen Regierung. Um die Absurdität dieses Gesetzes zu verstehen, muß man wissen, daß die Mehrheit der ethnischen Ungarn – rund zehn Prozent der Bevölkerung – in der Südslowakei in einem klar abgegrenzten Gebiet lebt. In diesem Gebiet kommt es sehr häufig vor, daß man in rein ungarische Städte oder Dörfer kommt, wo jeder, auch die Beamten im Rathaus, im Postamt oder bei Polizei, Ungarisch sprechen. Mit dem Gesetz wird nun etwa ein ethnischer Ungar gezwungen, mit einem anderen ethnischen Ungarn Slowakisch zu sprechen, der im Postamt eines Dorfes arbeitet, wo wahrscheinlich alle Kunden am Tag Ungarn sind. All das geschieht im 21. Jahrhundert in der EU, mit der stillschweigenden Zustimmung der EU…

Die EU verhält sich bezüglich der Behandlung der Ungarn in der Slowakei still. Ist dieses Verhalten objektiv?

Vona: Eines der wichtigsten Argumente für einen EU-Beitritt in Ungarn war, daß die EU Diskriminierung und Feindseligkeit gegen ethnische Ungarn nicht dulden würde. Und auch, daß die EU das Verschwinden von Staatsgrenzen ermöglichen würde, wobei die Wiedervereinigung eines Volkes möglich wäre. Wir haben viel von den „gemeinsam geteilten Werten“ Europas gehört, die doppelte Maßstäbe oder Diskriminierung aus rassischen oder ethnischen Gründen ablehnen. Aber nun hören wir sehr wenig von diesen bindenden Grundsätzen. Europa schwieg, als ethnische Ungarn verprügelt wurden, weil die in Muttersprache redeten, als Anhänger des Fußballklubs von Dunaszerdahely von der slowakischen Polizei brutal angegriffen wurden, oder als das diskriminierende Sprachgesetz vom slowakischen Parlament ratifiziert wurde.

Und wie ist die Lage der ungarischen Minderheiten in Rumänien, Serbien und der Ukraine?

Vona: Jedes Land ist ein anderer Fall mit unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlicher Geschichte. Jedoch ist all diesen Ländern gemeinsam: Der Wille der jeweiligen Regierung, die ungarischen Minderheiten, die dort leben, zur Assimilierung zu zwingen.

Bis 1921 gehörte das Burgenland zu Ungarn. Warum sind die Spannungen zwischen Österreich und Ungarn spannungsfrei? Ist es vielleicht so etwas wie eine „Schicksalsgemeinschaft“ der Verlierer des Ersten Weltkriegs?

Vona: Verlierer? Im Hinblick auf das Burgenland war Österreich ein Gewinner, als es von Ungarn ein Gebiet erhielt. Aus ungarischer Sicht ist es sehr merkwürdig, daß wir ein Gebiet an Österreich verloren, nachdem wir gemeinsam in einem Krieg kämpften.

Ich denke, der Grund, warum das Burgenland kein Grund für Spannungen zwischen den beiden Staaten ist, liegt darin, daß Österreich die ungarische Minderheit nicht als Gefahr für die Einheit von Volk und Staat betrachtet. Aber unglücklicherweise ist diese Feindseligkeit in der Slowakei, Rumänien, Serbien und der Ukraine weit verbreitet.

Es heißt, in der EU werden Staatsgrenzen immer unbedeutender. Kann die EU die Folgen des Friedensdiktats von Trianon mindern?

Vona: Nein. Die Rhetorik der EU und ihrer Anhänger klingt sehr ähnlich wie das internationalistische Glaubensbekenntnis der Kommunisten. Der Sozialismus – obwohl mit einer etwas anderen utopistischen Logik – versuchte ebenfalls, den Nationalstaat vernichten. Wenn nun die EU eine Lösung wäre, dann hätten sich die Beziehungen zwischen Ungarn und seinen EU-Nachbarn verbessern müssen. Aber unsere Erfahrungen sind das genaue Gegenteil.

Denken Sie, daß eine Revision des Friedensdiktats von Trianon und eine Wiedervereinigung der Gebiete in den Nachbarländern mit Ungarn, die mehrheitlich von Ungarn bewohnt werden, möglich wäre?

Vona: Damit dies eintritt, bräuchte Ungarn zuerst einmal eine Elite, die den Interessen des Volkes dient. Das ist eine unumgängliche Voraussetzung für das geistige und spirituelle Wiedererwachen unseres Landes.


Das Gespräch führte Bernhard Tomaschitz.

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